Herz & Medizin, Dr. Sabine Gaggl
Häufige Fragen

. . . und Wissenswertes rund ums Herz.

Angina pectoris

Angina pectoris ist ein Beschwerdebild (Symptom) und heißt, wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt, “Brustenge“. Die Ursachen dafür sind vielfältig und bedürfen einer raschen Abklärung.
Typische Beschwerden (Leitsymptome): Drücken, Brennen und Ziehen hinter dem Brustbein, in der Brust, mit Ausstrahlung in den Hals, das Kiefer, die Schultern oder die Arme.

Arteriosklerose

Arteriosklerose ist der Überbegriff für Gefäßveränderungen durch Ablagerungen in der Gefäßwand. Diese treten meist infolge von Verkalkung und / oder Verfettung der Gefäßwand auf. Typische Beschwerden (Leitsymptome): Die Beschwerden richten sich nach den betroffenen Organsystemen (z.B. Beine, Gehirn, Herz, Nierengefäße etc.).

Bluthochdruck

Als ideal gilt ein Blutdruck von 120/80 mm Hg. Liegen die in Ruhe gemessenen Blutdruckwerte wiederholt über 140/85 mm Hg können diverse Organsysteme geschädigt werden. Zu diesen gehören unter anderem die Augen, das Herz, die Nieren, die Schlagadern und das Gehirn (Schlaganfall). Typische Beschwerden (Leitsymptome): Nur bei einem geringen Prozentsatz der betroffenen Patienten treten typische Beschwerden auf – das heißt, Organschäden können ohne Warnsignale entstehen. Die durch Bluthochdruck verursachten Symptome können sich in Schwindel, Kopfdruck, Hitzegefühl und Angina pectoris äußern.

Herzinfarkt

Durch Verschluss eines Herzkranzgefäßes kann der hinter diesem Verschluss gelegene Herzmuskelbezirk nicht mehr mit Energie versorgt werden. Dadurch kommt es zum Absterben des, in dessen Versorgungsgebiet liegenden, Herzmuskels und in der Folge zur Ausbildung einer Narbe. Typische Beschwerden (Leitsymptome): Brustschmerz bis zum Vernichtungsschmerz, Schwindel, Ohnmacht, jedoch manchmal nur Magenschmerz und Übelkeit.

Herzklappenfehler

Durch Verschleißerscheinungen (degenerative Veränderungen) oder durch angeborene Fehlbildungen können Herzklappenfehler, das heißt Beeinträchtigungen der Öffnungs- und Schließfunktion der Herzklappen, entstehen.

Typische Beschwerden (Leitsymptome):

  • Bei Verengung der Aortenklappe (Aortenstenose): Schwindel bis zur Ohnmacht (Synkope), Angina pectoris, Atemnot
  • Bei undichter Aortenklappe (Aorteninsuffizienz): Atemnot, Leistungsschwäche
  • Bei Verengung der Mitralklappe (Mitralstenose): Atemnot, Leistungsschwäche, rascher und unregelmäßiger Puls, Beinschwellungen (im fortgeschrittenen Stadium)
  • Bei undichter Mitralklappe (Mitralinsuffizienz): Atemnot, Leistungsschwäche, rascher und unregelmäßiger Puls, Beinschwellungen (im fortgeschrittenen Stadium)

Herzmuskelschwäche

Als Folge von Herzinfarkt, Bluthochdruck, Entzündungen, Chemotherapien und / oder Herzklappenfehlern kann es zu einer oft nicht mehr gut zu machenden (irreversiblen) Schädigung des Herzmuskels mit nachfolgender Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und Herzrhythmusstörungen kommen. Typische Beschwerden (Leitsymptome): Eingeschränkte Belastbarkeit und Atemnot bei Belastung.

Herzrhythmusstörungen

Im Idealfall schlägt das Herz regelmäßig. Bei Herzrhythmusstörungen können einzelne oder mehrere, vorzeitig oder verspätet eintreffende Herzschläge aufeinander folgen. Typische Beschwerden (Leitsymptome): Diese richten sich nach der Art der Rhythmusstörung und sind meist Atemnot, Schwindel, Ohnmacht, Leistungsschwäche.

Koronare Herzerkrankung (KHK)

Die koronare Herzerkrankung ist die Gefäßverengung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße, also jener Arterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Typische Beschwerden (Leitsymptome): Angina pectoris, Atemnot, Leistungsknick

Risikofaktoren

Angeborene Risikofaktoren:

  • Erhöhtes Infarktrisiko bei familiärer Erbbelastung
    - wenn ein weibliches Familienmitglied vor dem 55. Lebensjahr
    - oder ein männliches Familienmitglied vor dem 45. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten hat
  • Familiäre Fettstoffwechsel-Störungen
  • Jugendliche Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ I)

Erworbene Risikofaktoren:

  • Alters-Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus II)
  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Fettstoffwechselstörungen (z. B. Cholesterin, Triglyzeride)
  • Körperliche Inaktivität
  • Rauchen
  • Stress
  • Übergewicht
Frauen sind anders


Was kann ich tun?

Zur rechtzeitigen Erkennung von Risikofaktoren ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen einen Gesundheits-Check durchführen zu lassen.

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Fachärztin für Innere Medizin & Kardiologie
6020 Innsbruck, Bürgerstraße 2